MENSCHEN & ERFOLGE


Mentale Gesundheit ist Teamarbeit

Hilfe für die Seele Die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden ist ein Thema, das REWE aktiv angeht – zum Beispiel mit den LoS!-Multiplikator:innen. _lvc/ree

Bildnachweis: Justine Heller, Tom Gloos, Getty Images

Was tun, wenn das Leben aus den Fugen gerät? Ob durch familiäre Belastungen oder persönliche Krisen: Psychische Herausfor­derungen betreffen viele Menschen, ihre Auswirkungen machen auch vor der Arbeit nicht halt. REWE begegnet diesem sensiblen Thema mit vielen Angeboten und mit LoS! – Lebensphasenorientierte Selbsthilfe­kompetenz, einem Netz aus Mitarbeitenden, die für die Unterstützung ausgebildet wurden.

Kolleg:innen-Netzwerk

Rund 300 Kolleg:innen in der REWE Group ließen sich bislang zu LoS!-Multiplikator:innen ausbilden, um anderen Mitarbeitenden in schwierigen Lebensphasen zur Seite zu stehen. Sie hören zu, geben Orientierung, zeigen Wege auf und geben hilfreiche Adressen weiter – auch und insbesondere, wenn Mitarbeitende durch herausfordernde Ereignisse mental belastet sind. Ein einfacher Zugang zu den Angeboten ist dabei besonders wichtig.

Stimmen aus der Praxis

Zwei LoS!-Multiplikator:innen erzählen im ECHO!, wie sie Kolleg:innen in Krisenphasen unterstützen, was mentale Gesundheit für sie bedeutet und warum Prävention, Offenheit und die Sensibilisierung der Führungskräfte so wichtig sind. Ihre Geschichten zeigen: Mentale Gesundheit ist Teamarbeit – und bei REWE kein Tabu, sondern ein Thema, dessen man sich annimmt. Schnell und praktisch.

Hier gibts Hilfe

Solltest du, ein:e Kolleg:in, ein Familienmitglied oder ein:e Bekannte:r in eine seelische Notsituation gelangen, zögere nicht, eine:n unserer LoS!-Multiplikator:innen zu kontaktieren. Alle verfügbaren LoS!-Multiplikator:innen findest du auf der Gesundheitsplattform Gemeinsam.topfit topfit.app

Corinna Spies, HR-Referentin für Gesundheits­management und Beruf, Familie und Privatleben in der REWE West

>Das Thema betrifft uns alle<

„Mentale Gesundheit bedeutet für mich, resilient genug zu sein, um auch schwierige Zeiten gut durchstehen zu können und den Blick für das Positive zu behalten. In meiner Doppelrolle als LoS!-Multiplikatorin und Referentin für betriebliches Gesund­heits­management (BGM) kommuniziere ich gerne die konkreten Unterstützungsangebote rund um mentale Gesundheit, die REWE ihren Mitarbeitenden bietet.

Ein offenes Ohr zu haben, hilft vielen Gesprächsuchenden oft schon weiter. Die Frage nach den eigenen Ressourcen hilft Menschen, darüber nachzudenken, welche Bewältigungsstrategien sie bereits in sich tragen, die ihnen durch mental herausfordernde Zeiten helfen können.

Auf Platz drei der Arbeitsunfähigkeitsgründe stehen hinter Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen mittlerweile psychologische Ursachen. Das bekommt der Arbeitgeber natürlich mit und hat großes Interesse daran, auf diese Thematik einzuwirken. Durch verschiedene Angebote im Mental-Health-Bereich, durch Vorträge in Führungskreisen, Gespräche mit Kolleg:innen und Awareness-Wochen versuchen wir BGM-Referentinnen, das Thema zu enttabuisieren. Alle sollten sich frei fühlen, über mentale Gesundheit zu sprechen – denn das Thema betrifft uns alle in irgendeiner Weise.

Ein großes Einfallstor für die offene Begegnung mit mentaler Gesundheit sind Führungskräfte. Je besser diese über ihre eigene mentale Gesundheit Bescheid wissen, desto besser können sie das Thema in den Kreis ihrer Mitarbeitenden nehmen. Dafür muss das Thema in der Führungskräfte-Akademie, auf Gebietssitzungen, auf Führungsveranstaltungen, in Betriebsratsgremien und bei HR-Partner:innen platziert werden. Je breiter die Kommunikation, desto wirkungsvoller.“

Kasim Özaydin, Teamleiter Logistik für den Bereich HACCP und Wareneingang im REWE Logistikzentrum Neu-Isenburg

>Da ist jemand, der mich versteht und ernst nimmt.<

„Ich finde, wir als LoS!-Multiplikator:innen können vor allem durch Zuhören und Vertrauen viel bewirken. Oft hilft es schon, wenn jemand da ist, der einfach Zeit hat und nicht wertet. Durch die LoS!-Handlungshilfen kann ich Orientierung geben, gemeinsam mit der Person mögliche nächste Schritte überlegen und – wenn nötig – auf professionelle Hilfe verweisen. Wichtig ist für mich, dass die Betroffenen sich ernst genommen fühlen und wissen, dass sie nicht allein sind. Ich hatte schon einige Gespräche mit Kolleg:innen, die psychisch belastet waren – z. B. durch Pflegeverantwortung, finanzielle Sorgen oder persönliche Krisen. Ich konnte unterstützen, indem ich zugehört, Verständnis gezeigt und Wege aufgezeigt habe, wo sie weitere Hilfe finden können. Manchmal reicht es schon, wenn jemand merkt: ‚Da ist jemand, der mich versteht und ernst nimmt.‘ Früher war das Thema eher tabu, heute wird viel offener darüber gesprochen. Ich merke, dass sowohl Kolleg:innen als auch Führungskräfte sensibler reagieren, wenn jemand überlastet ist. Auch vom Unternehmen kommt mehr Unterstützung – zum Beispiel durch Informationsangebote oder interne Netzwerke. Ich glaube, wichtig ist, dass das Thema dauerhaft präsent bleibt – durch Workshops, offene Gesprächsrunden oder kurze Impulse im Alltag.“

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